Historische Bilder

Bilder waren und sind für die Geschichtsforschung und -vermittlung sehr wichtig. Bilder sind – wie steinzeitliche Höhlenmalereien zeigen – sogar sehr viel älter als schriftliche Aufzeichnungen. Zudem sagen Bilder häufig mehr aus als Texte.

Bis zur Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert mussten Bilder von Menschen gemalt oder gezeichnet werden. Mit der Fotografie konnte die Wirklichkeit dank der Fototechnik sehr viel rascher und genauer abgebildet werden als durch ein gemaltes oder gezeichnetes Bild. Allerdings waren die ersten Fotoapparate noch sehr gross und schwerfällig und benötigten ausserordentlich lange Belichtungszeiten. Das führte dazu, dass nur statische Motive abgebildet werden konnten. Eigentliche Schnappschüsse waren nicht möglich. Belichtet wurden chemisch beschichtete Glasplatten. Es gab noch keine Filme und schon gar keine elektronischen Speicherkarten. Der Museumsverein Prestegg besitzt mehrere Hundert solcher Glasplatten. Einen Grossteil davon konnte sie aus dem Nachlass einen frühen Altstätter Fotografen kaufen.

Belichtete Glasplatten sind sehr empfindlich und die Bilder gehen mit der Zeit verloren. Deshalb ist es wichtig, sie einerseits zu entwickeln, damit die Fotos aufbewahrt werden können, und sie andererseits auf neuen Medien zu speichern, damit auch künftig Abzüge erstellt werden können. Das setzte der Museumsverein Prestegg um, indem die Glasplatten eingescannt und auf einem elektronischen Datenspeicher für die Zukunft gesichert wurden. Allerdings halten auch solche Speicher nicht ewig, sodass es erforderlich ist, die Sicherung regelmässig zu erneuern und neuen technischen Möglichkeiten anzupassen. Höhlenmalereien sind diesbezüglich wesentlich langlebiger und stabiler.